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Star Wars – Episode Null. Oder wie ich zum Schreiben kam

“Besuch´ doch mal eine Schreibwerkstatt, du hast sowas wie Talent!”, riet mir ein früherer Arbeitskollege auf einer gemeinsamen Autorfahrt. Vorausgegangen war eine amüsante Stars-Wars-Persiflage, die ich geschrieben und per E-Mail an meine Kollegen geschicht hatte. Wir waren alle unter anderen Namen Helden meiner fiktiven Geschichte. Den Jungs gefiel die Story, denn ich griff Büroerlebnisse darin auf und vermischte es mit Star Wars. Köstlich amüsiert wir uns hatten, aus dem Lachen wir nicht mehr raus kamen …

Zuhause angekommen setzte ich mich gleich an den PC und schrieb Detlef Knut, den ich noch von früher aus einem gemeinsamen Beratungsprojekt kannte, eine E-Mail mit der Frage, ob er mir eine Schreibschule empfehlen könne. Ich wusste noch, dass er neben seiner Beratertätigkeit Autor von Fachbüchern war. Seine Antwort verblüffte mich: “Ja. Meine.” Wir telefonierten daraufhin und ich erfuhr, dass Herr Knut (damals siezten wir uns noch) mittlerweile einen kleinen Verlag gegründet hatte und auch die verlagseigene Autorenschule betrieb. Ich meldete mich sofort bei ihm an.

Das weiße Blatt Papier vor dir du nun voll schreiben musst, junger Schreibschüler. Ob man Kreatives Schreiben tatsächlich lernen kann? Ich hielt mich nie für besonders kreativ. Ich war Betriebswirt, Unternehmensberater. Okay, ich schrieb, aber nur Businesspläne. Das fand ich jetzt nicht gerade kreativ, auch wenn sie sich gut lasen. Immerhin verspürte ich großen Spaß beim Schreiben der Geschäftskonzepte, die Arbeit machte mir Freude.

“Kann man Kreatives Schreiben wirklich lernen?”, war meine erste Frage an Detlef Knut, den Dozenten unseres Schreibeseminars. “Natürlich!”, antwortete Herr Knut, “Schreiben ist im Prinzip ein Handwerk.” Seine Antwort verblüffte mich erneut. Und ich hörte gespannt weiter zu: “Talent ist sicher eine wichtige Eigenschaft für einen Autor. Aber ohne das nötige Handwerkszeug zu kennen, wird auch der talentierteste Autor keinen lehsenswerten Roman schreiben können”. Aha, Handwerkszeug. Also Papier, Bleistift oder Schreibmaschine. Mit war natürlich klar, dass Herr Knut das nicht meinte. Und so begann er den Schreib-Workshop, indem er uns erklärte, was ein Plot ist.

 

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